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Einer für alle, alle für einen: Der Wert von Team-Werten

Einer für alle, alle für einen: Der Wert von Team-Werten

Wie du die Basis für die passende Team-Kultur finden kannst

Werte spielen bei der Arbeitskultur und dem Wohlfühlen im Job eine wichtige Rolle: für das gesamte Unternehmen wie auch für einzelne Teilbereiche. Wenn du im Team arbeitest und es allen klar ist, dass ihr offen miteinander umgehen könnt, jederzeit ehrlich Kritik äußern dürft und auch der Spaß nicht zu kurz kommt, schweißt das ein Team zusammen. Es erleichtert gemeinsame Entscheidungen, ermöglicht höhere Standards und erlaubt es, schwierigere Ziele zu erreichen. Die Werte jedoch können in jedem Team und jedem Unternehmen unterschiedlich sein, abhängig von den einzelnen Persönlichkeiten, den Kunden, Zielen oder der Unternehmensmission. Wir wollen deshalb hier die Frage klären: Wie findet man die Werte heraus, nach denen das eigene Team am besten arbeiten sollte?

 

Bevor es ans Brainstorming geht, müsst ihr zuerst entscheiden, wer mit dabei sein soll: Es hängt stark von der Gruppengröße und den einzelnen Führungspersonen ab, welche Werte in einem Team festgelegt werden und auch, wer diese Werte festlegt. Während bei stark hierarchischen Teams die Führungskräfte die Entscheidungen „von oben“ einführen, hat es bei kleineren Teams in Startup-Unternehmen vielleicht mehr Sinn, alle Mitglieder in den Prozess mit einzuschließen und gemeinsam die moralischen Einstellungen festzusetzen. Trotz flacher Hierarchien kann es auch wichtig oder hilfreich sein, Vorgaben oder Input des Chefs mit einfließen zu lassen. Auch wenn dieser vielleicht gar nicht Teil des eigentlichen Teams ist, kann er mit seiner Erfahrung und seinem Wissen über die Unternehmenskultur zur Seite stehen.

 

Wichtig ist vor allen Dingen, dass ihr dafür sorgt, dass alle auf der selben Wellenlänge sind: Wer bei diesem Thema mit entscheidet, sollte auch wirklich ernsthaft engagiert Gruppen-Werte einführen wollen. Die Bereitschaft, die Lust und das Verständnis dafür muss vorhanden sein, warum es wichtig ist, eine gemeinsame Basis zu finden und Leitplanken für eine gute Zusammenarbeit festzusetzen.

 

Der Ausgangspunkt der Team-Kultur

 

Generell dienen die Team-Werte als Basis eurer Team-Kultur. Es ist ein strategisches Mittel, das einen Unterschied für eure Zusammenarbeit bedeuten kann. Durch die Werte bestimmt ihr, was ihr voneinander und von eurem Team erwarten könnt. Solche Leitplanken können den Umgang miteinander und den Gruppenzusammenhalt fördern.

 

Im nächsten Schritt müsst ihr dann herausfinden, was für jeden einzelnen und das Team wichtig ist. Schon vor dem Brainstorming könnt ihr euch ein wenig Zeit nehmen, um eigene Ideen zu sammeln und vorzubereiten. Wenn ihr dann gemeinsam am Tisch sitzt, könnt ihr euch die Ideen zuwerfen und individuelle Vorstellungen äußern: Vertrauen zu den Kollegen, Offenheit gegenüber Kritik, Ehrlichkeit, Spaß oder vielleicht, dass ihr das Unternehmen in Kundengesprächen auf eine bestimmte Art repräsentieren wollt.

 

Zu diesen persönlichen Vorstellungen könnt ihr dann die Ideen hinzufügen, die für den Erfolg des gesamten Teams wichtig sind. Zum Beispiel, dass eine klare und regelmäßige Kommunikation stattfindet und dass jeder seine Rolle im Team kennt und mitbekommt, warum seine Arbeit wichtig für das große Ganze ist.

 

Sind die Ideen gesammelt, müssen sie zusammengefasst und klar definiert werden. Dieser Schritt wird etwas länger dauern, denn von vielleicht 30 Ideen sind nicht alle wirklich praktisch umsetzbar oder im Kontext sinnvoll. Vielleicht können einige auch zusammengefasst und in einem gemeinsamen Wert festgehalten werden. Was genau der jeweilige Punkt für das Team bedeutet, sollte dann klar beschrieben werden. Es hilft weniger, wenn ihr lediglich „Kritisieren ist erlaubt“ festlegt. Einfacher wird es, wenn ihr auch notiert, wie das genau aussehen soll. Dass zum Beispiel konstruktive Kritik erlaubt ist; oder dass ihr Kritik an der Sache, nicht aber an der Person in eurem Team wollt; oder dass man ohne sinnvollen Gegenvorschlag auch nicht meckern sollte; oder dass Kritik auch bedeutet, positives herauszustellen und zu loben.

 

Als letzten Schritt könnt ihr euren Team-Werten einen passenden Rahmen geben, sie ausformulieren und zum Beispiel als ansprechendes Poster aufhängen. Der Stil, in dem ihr sie darstellt, sollte auch wieder zu eurer Kultur und eurem Arbeiten passen. Vielleicht ein Wort pro Wert, etwa „Fairness“ oder „Flexibilität“, oder doch besser als kurzes Statement?

 

Ab und zu solltet ihr auch die Werte überprüfen, denn sie können sich mit wechselnden Aufgaben oder Projekten verändern. Stimmen sie nicht mehr überein und sind veraltet, sollten eure Werte angepasst werden. So könnt ihr eure Team-Kultur aktuell und lebendig halten.

Quelle: http://goo.gl/N2ZNYL

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